Steuererhöhungen gegen Wohlhabende und Unternehmen werden häufig mit dem Argument abgelehnt, dass diese einfach nur in das Ausland auswandern würden. Als im französischen Wahlkampf solche Forderungen aufkamen drohten die Reichen sofort abzuwandern. Ähnliche Steuersätze in den Nachbarländern entziehen solchen Erpressungen die Grundlage. Wer sich dann noch seiner Verantwortung entziehen will muss er schon weiter weg, in unsicherere Länder und andere Kulturen.
Natürlich wird es nicht leicht, weil sich die Mächtigen gegen eine klassische Besteuerung wehren werden. Wenn sich zunächst auch nur wenige Länder zu einer gerechten Besteuerung verpflichten würden, könnte die Politik wieder souverän über die Steuersätze entscheiden. Steuererhöhungen müssen dabei nicht nicht revolutionär sein. Eine klassische Besteuerung würde die Staatskassen wieder ausreichend entlasten.