3. Juli 2012

Erklärung der Internetfreiheit

Wichtige US-Organisationen haben gemeinsam ein Positionspapier gegen den derzeitigen Trend, Privatssphäre, Meinungsfreiheit, Offenheit und Innovation abzubauen, veröffentlicht. EFF, Free Press, Amnesty International, Mozilla, Reddit und der Digitale Gesellschaft e.V. haben bereits unterzeichnet.

Die Thesen sind für sozialliberale Politik ein guter Richtungsweiser:

Erklärung der Internetfreiheit

Wir stehen für ein freies und offenes Internet.

Wir unterstützen transparente und partizipative Prozesse in der Gestaltung von Netzpolitik und die Etablierung von fünf grundlegenen Prinzipien:

Meinungsfreiheit: Zensiert das Internet nicht.

Zugang: Fördert den universellen Zugang zu schnellen und bezahlbaren Netzwerken.

Offenheit: Erhaltet das Internet als offenes Netzwerk, wo alle Menschen frei sind sich zu vernetzen, zu kommunizieren, zu schreiben, zu lesen, zu betrachten, zu sprechen, zuzuhören, zu lernen sowie schöpferisch und innovativ tätig zu sein.

Innovation: Beschützt die Freiheit ohne Erlaubnis innovativ und schöpferisch tätig zu sein. Neue Technologien dürfen nicht blockiert und Innovatoren nicht für die Handlungen ihrer Nutzer bestraft werden.

Privatsphäre: Beschützt die Privatsphäre und verteidigt das Recht jedes Einzelnen, über die Nutzung seiner Daten und Geräte zu bestimmen.”

 

3. Februar 2012

Ein modernes und marktwirtschaftliches Urheberrecht

In der FAZ ist ein sehr guter Artikel von Harald Staun erschienen. Das komplexe Thema des Urheberrechts wird gut aufbereitet. Lesen lohnt sich. (Es wird kein Vorwissen benötigt.) Der Kern ist, dass man sich dringend vom Bild des geistigen Eigentums trennen muss. Diese Vorstellung ist schlichtweg falsch und irreführend.(Natürlich soll es weiter ein Urheberrecht geben. Dabei sollen selbstverständlich Kreative nach marktwirtschaftlichen Systemen entlohnt werden.)

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14. Januar 2012

Totale Transparenz?

Die Forderungen nach mehr Transparenz werden immer stärker. Ob wichtige Personen im politischen System der eleganten Korruption verdächtigt werden, irgendwo ein Bahnhof gebaut werden soll oder die Leute sich fragen, warum in einer Diskussion immer nur die Regierenden aber nicht die Regierten wichtige Informationen aus der Bürokratie bekommen. Wissen ist Macht.  Unwissenheit ist Machtlosigkeit.

Mit der Etablierung des technischen Fortschritts in den Alltag wird die Kluft zwischen möglicher Transparenz und praktizierter Transparenz täglich größer. Mussten früher noch Akten kopiert werden, kann heute ein Server im Internet an alle Interessierten Informationen verbreiten. Aufwand und Kosten stehen der Transparenz nicht mehr im Weg. Entscheidend ist nur der politische Wille.

Wie viel Transparenz ist sinnvoll? Weiterlesen

22. Dezember 2011

Das Internet darf kein datenschutzrechtsfreier Raum sein!

Die Missachtung des Datenschutzes im Internet ist zunehmend zum Kavaliersdelikt geworden. Um daran etwas zu ändern, muss man da angreifen wo es wehtut: Beim Geld. Werbung sollte sowieso anständig besteuert werden, aber der Schwerpunkt sollte auf der Besteuerung von Werbung auf Website liegen, welche gegen Datenschutz verstoßen. Dafür wäre ein Punktekatalog gut. Für jeden Verstoß im Angebot steigt die Steuer. Firmen, welche in Europa verkaufen wollen, müssen sich auch bei ihrer Werbung für europäische Kunden an europäisches Recht halten. Weiterlesen