15. Februar 2013

Eine Steuer auf Emissionen für einen effektiven Umweltschutz

Umweltschutz und Kapitalismus werden häufig als gegensätzlich angesehen. Auf der einen Seite steht das Umweltbewusstsein und auf der anderen Seite eine Ressourcen verschlingende Gier nach Wachstum und Besitz. Weniger ideologisch betrachtet kann der Kapitalismus die Ressourcen am besten sparen. Es müssen nur die richtigen Rahmenbedingungen gesetzt werden.

Automatisch löst der Kapitalismus das Problem nicht, weil der Staat/ die Bevölkerung erst bestimmen muss für wie schädlich sie Umweltbelastungen halten. Die Marktteilnehmer können den Ausstoß von CO2 nicht in ihre Kostenrechnung einbeziehen, wenn dem Umweltschutz kein Wert zugeordnet wird. Weiterlesen

2. Februar 2013

Nahverkehr: Günstig, aber nicht kostenlos

Tallinn ist die erste europäische Hauptstadt mit kostenlosen Nahverkehr für ihre Bürger. Auch in Deutschland gibt es Befürworter dieses Ansatzes. Die Vorteile scheinen zunächst offensichtlich zu sein. Einkommensschwache Haushalte könnten den Nahverkehr nutzen. Viele Menschen würden ihr Auto stehen lassen. Es gäbe weniger Staus,  Parkplatzprobleme und Lärm. Die Taktfrequenz und die Anzahl der Strecken des ÖPNV könnten erhöht werden. Das Problem sind die Kosten. Dabei müsste die Stadt nicht nur für alle ihre Bürger eine Monatskarte bezahlen. Das Geld würde auch viel ineffizienter eingesetzt werden. Wenn die Verkehrsbetriebe erfolgsunabhängig vergütet werden, haben sie keinen Anreiz zu Qualität und Effizienz. Warum saubere Fahrzeuge, freundliches Personal, Pünktlichkeit, funktionstüchtige Infrastruktur auch im Winter anstreben, wenn der Gewinn davon völlig unabhängig ist? Am Ende könnte der ÖPNV so unattraktiv werden, dass viele ihr Auto doch nicht stehen lassen. Außerdem müssen die enormen Kosten woanders im Haushalt (z.B. Fahrradwege, Schulen) zu schmerzhaften Einschnitten führen.

Stattdessen bietet es sich an einen Mittelweg zwischen einem kostenlosen und einem sehr teuren Nahverkehr zu wählen. Es sollten durch Subventionen günstige Fahrpreise angestrebt werden. Die teilweise massiven Mittelkürzungen der letzten Jahre müssten demnach rückgängig gemacht werden.

12. Mai 2012

Mehr Kapitalismus für mehr Umweltschutz

Auf tagesschau.de gab es einen interessanten Artikel über nachhaltiges Futter für die Tierzucht. Zwei Unternehmer aus Südafrika sind auf die schlaue Idee gekommen, das rasante Wachstum von Hausfliegen zu nutzen und aus ihnen Tierfutter herzustellen.

Das Beispiel zeigt sehr gut, wie die Innovation von Unternehmern die besten Lösungen für den Umweltschutz finden. Der Kapitalismus ist nicht der Feind der Umwelt und der Umweltschutz der Feind der Wirtschaft. Das Ausmaß der Umweltzerstörung wird allein von der Politik bestimmt. Sie setzt die Rahmenbedingungen und legt die Ziele fest. Die Möglichkeiten sind zahlreich: Emissionshandel, Fangquoten, spezielle Besteuerung, längere Garantiezeit für Produkte usw.

Die Globalisierung und die Idee des Kapitalismus zu beschuldigen, führt somit nicht weiter. Genauso wenig bringt reine Symbolpolitik. Das Verbot von Plastiktüten entlastet vielleicht das ökologische Gewissen, hilft der Umwelt jedoch nur sehr begrenzt. Stattdessen braucht es einen klaren, umweltfreundlichen Handlungsrahmen für Unternehmer. Aus Interesse am Profit werden zahlreiche Marktakteure die besten Lösungen für die Ziele suchen.  Dafür braucht es allerdings Mut, denn Veränderungen bedeuten Verlagerungen von Arbeitsplätzen zu innovativen Firmen. Klassische Politiker mit ihren aktionistischen Eingriffen in den Markt, welche sie als ‘Arbeitsplatzsicherungen’ bezeichnen, werden das leider verhindern wollen.

23. April 2012

Die Energiewende marktwirtschaftlich umsetzen (Teil 2)

Die Sendung “Unter den Linden” von Phoenix hat sich mit der Energiewende beschäftigt. Zu Gast waren Bärbel Höhn (Bündnis 90/Die Grünen, Stellv. Fraktionsvorsitzende) und Prof. Michael Hüther (Direktor Institut der deutschen Wirtschaft).

Die bisherige Energiepolitik wurde vom Moderator Christoph Minhoff und Prof Hüther produktiv hinterfragt. Die wichtigsten sozialliberalen Gedanken waren: Weiterlesen

24. Januar 2012

Die Energiewende marktwirtschaftlich umsetzen

Hubertus Bardt (Institut der deutschen Wirtschaft) fordert in der F.A.Z. “Rettet den Strommarkt!”. In dem Artikel wird die Sorge vorgetragen, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien ineffizient verläuft. Durch eine falsche Subventionspolitik richtet sich die Erzeugung von sauberem Strom nicht nach dem Bedarf. Die bisherige Gesetzeslage legt fest, dass Strom aus erneuerbaren Energien immer gekauft werden muss, auch wenn scheinbar überhaupt keine Absatzmöglichkeit besteht. Es entstehen somit “Butterberge” in der Stromwirtschaft. Allerdings kann Strom bisher fast gar nicht gelagert werden. Die Kosten für diese Stromverschwendung müssen die Verbraucher zahlen. Weiterlesen