18. März 2013

Technik vs. Demografie

Theoretisch und statistisch wurde bereit im Artikel “Panikmache Demografie” die vermeintlichen Probleme einer Überalterung in Deutschland hinterfragt. An dieser Stelle möchte ich beispielhaft den technischen Fortschritt im Bereich Landwirtschaft und Logistik vorstellen. Natürlich ersetzen Computer auch sehr viele Bürokräfte. Landwirtschaft und Logistik zeigen aber besonders anschaulich, dass es egal ist wie das Zahlenverhältnis zwischen den jungen und den älteren Menschen in einer Gesellschaft ist. Die Produktivität ist entscheidend.

Zunächst zur Landwirtschaft:

http://www.youtube.com/watch?v=vT2K2w_iF5k

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27. Oktober 2012

Keine Steuergelder für marode Unternehmen

In der FAZ gibt es einen Artikel, wie die Politik versucht hat mit Millionenzahlungen die Insolvenz einer Werft aufzuschieben. Zunächst scheint es vorbildhaft, wenn sich Politiker für die Rettung von Arbeitsplätzen einsetzen. Praktisch gesehen lenken sie nur von den Problemen ihrer eigenen Politik ab. Unterstellen die Hartz-Reformen Arbeitslosen doch nur aus Faulheit oder Unfähigkeit keinen Job zu haben. Besonders der Niedergang von Traditionsunternehmen zeigt jedoch, dass auch die tüchtigsten Arbeitnehmer auf der Straße landen, wenn das Management kein zukunftssicheres Konzept hat. Insolvenzen sind im Kapitalismus völlig normal. Ohne die Gefahr der Insolvenz gibt es keine Konkurrenz. Ohne Konkurrenz besteht kein Anreiz zu Qualität, Effizienz und Entwicklung.

Wenn der zwischenzeitliche Verlust des Arbeitsplatzes im Kapitalismus normal ist, so darf man nicht mit Hartz4-Schikane Angst verbreiten.  Die antikapitalistischen Eingriffe der Politik in marode Unternehmen löst nicht das Problem mangelnder sozialer Sicherheit. Stattdessen müssen die funktionierenden Betriebe ihre Wettbewerbsfähigkeit riskieren, indem sie Steuern zahlen, um gescheiterte Unternehmen künstlich am Leben zu halten. Warum sollten sich Prestige-Unternehmen noch anstrengen, wenn die anderen sie sowieso finanzieren müssen? Den Inhabern der bedrohten Arbeitsplätze ist ebenfalls nicht geholfen. Einen sicheren Arbeitsplatz bekommen sie nicht. Irgendwann kann der Staat die Verluste nicht mehr ausgleichen.

Ein Grundeinkommen ist eine gerechte und sichere Alternative. Zum einen können es alle bekommen, nicht nur der Mitarbeiter im Prestige-Unternehmen, sondern auch der aus einem Kleinbetrieb, wo es gerade eine Auftragsflaute herrscht. Niemand muss ausgesondert zu Hause bleiben, weil man dank Grundeinkommen auch bei sehr kleinen Löhnen mehr hat, als der der nicht arbeitet. Wenn die Existenz gesichert ist, kann ebenfalls eher der Einstieg in die Selbstständigkeit probiert werden.

(Marode Banken sollen natürlich auch insolvent gehen können.)

13. Oktober 2012

Staatliche Souveränität: „Deutschland entscheidet nicht für Europa“

In der Debatte um die Euro-Krise wird sehr schnell vergessen, dass unsere europäischen Nachbarn souveräne Staaten mit demokratischen Regierungen sind. Deutschland und der IWF (Internationaler Währungsfonds) fordern unermüdlich Sozial- und Lohnkürzungen. Als Zuckerbrot gibt es sogenannte “Hilfspakete” als Peitsche den Staatsbankrott, also den Zusammenbruch der staatlichen Ordnung. Die Regierungen der betroffenen Länder fügen sich deshalb dem neoliberalen Diktat. Leider wird nicht beachtet, dass die Bevölkerungen die Kürzungen und die Einschränkung der staatlichen Souveränität ihres Heimatlandes nicht hinnehmen wollen. Bei einer Jugendarbeitslosigkeit von 50% gibt es außerdem viele, welche kaum etwas zu verlieren haben. Weiterlesen

9. April 2012

Benachteiligung des Handwerks beenden

Öffentlichkeitswirksam lassen sich Arbeitsplätze nur bei Großunternehmen “sichern”. Die Profilierung auf Kosten der Beschäftigten funktioniert in kleinen Betrieben fast überhaupt nicht. Obwohl kleine Unternehmen dem Standort Deutschland treu sind und mit ihrer Vielfalt den Wettbewerb bereichern, setzt die Politik lieber auf Großunternehmen. Die Doku “Billige Brötchen: Die Spur der Teiglinge”, zeigt die falschen Rahmenbedingungen für das Handwerk.

6. April 2012

Wirtschaftsförderung bzw. Ist jeder seines Glückes Schmied?

In politischen Weltbildern ist oft die Frage sehr wichtig, wie weit staatlichen Strukturen und wie weit jeder selbst den individuellen Wohlstand und Erfolg beeinflussen.

“Ein zentrales Problem im deutschen Bildungssystem ist die Abhängigkeit der Bildungschancen von Schülern von ihrer sozialen Herkunft.” Chancenspiegel Bertelsmann-Stiftung 2012, S.27

Kann jeder alles schaffen, wenn er sich nur genug anstrengt? Wie korrekt ist der der Mythos vom Tellerwäscher zum Millionär? Weiterlesen