8. Januar 2014

Die Energiewende marktwirtschaftlich gestalten

Hans Werner Sinn hat in einem Vortrag „Energiewende ins Nichts“ viele interessante Fragen aufgeworfen. (Der Vortrag beginnt ab Minute 6.) Die Energiepolitik wurde vor Fukushima bereits sehr emotional betrachtet. Nach der fahrlässig herbeigeführten Katastrophe stand die öffentliche Meinung nun klar für Strom aus erneuerbaren Energien. Das ist natürlich zunächst ein sinnvoller Ansatz. Doch allein aus erneuerbaren Energien lässt sich Deutschlands Strombedarf derzeit leider nicht annähernd decken. Das windige Norddeutschland mit seiner geringen Bevölkerungsdichte könnte es vielleicht noch bewerkstelligen. Doch auch der südliche Teil von Deutschland benötigt Strom.
Die Politik kann nicht ausreichend Informationen besitzen, um die Energiewende gut zu meistern.
Doch Politiker müssen auch überhaupt keine Experten für Energiewirtschaft sein. Sie müssen nur den Willen des Volkes repräsentieren und keine unerfüllbaren Erwartungen über die erneuerbaren Energien schüren. Doch was wollen die Bürger?

  1. Die Bürger wollen keine Atomkraftwerkskatstrophen.
  2. Der Strom soll bezahlbar bleiben. Der Wohlstand soll erhalten werden.
  3. Die Umwelt soll geschützt werden.
  4. Die Landschaft soll optisch nicht durch Windräder und Stromleitungen zerstört werden.

Die Prioritäten unterscheiden sich je nach politischer Einstellung. Je nach Wahlergebnis und dem damit ausgedrückten Wählerwillen kann die Politik unterschiedlich strikte Rahmenbedingungen setzen. Denn statt irgendwelcher Projekte und kleinteiliger Regulierung kann sie einfach der Wirtschaft die gesellschaftlichen Kosten für ihr Handeln auferlegen. Weiterlesen

22. November 2013

Privatschulen für alle?

Privatschulen werden häufig als Einrichtungen betrachtet, an denen Besserverdiener ihrem Nachwuchs einen privilegierten Zugang zu Bildungsabschlüssen erkaufen können. Entsprechend kritisch werden Überlegungen betrachtet ,private Schulen stärker zu fördern.

Privatisierungen an sich müssen jedoch nichts Schlechtes sein, wenn auch wirklich ein Markt entsteht und das Gewinninteresse der Unternehmer zur Erfüllung der öffentlichen Aufgabe führt.

ausverkauf-bildungDamit Privatschulen im öffentlichen Interesse handeln, sind somit die Rahmenbedingungen wichtig. Denn nach den gängigen Konzepten gibt der Staat den Schülern (ihren Eltern) einen Bildungsgutschein. Das Geld, welches sonst die staatlichen Schulen pro Schüler erhalten, können sich nach diesen Reformvorschlägen auch Privatschulen verdienen, wenn sie mit ihrer Leistung überzeugen. Eine völlige Deregulierung würde somit den Marktanreiz setzen gute Noten einfach zu verkaufen. So hat der Unternehmer wenig Aufwand und der Schüler sichert sich zufrieden gute Zukunftsperspektiven. Der Staat könnte dieses Problem lösen, indem er sehr aufwendige Kontrollen der privaten Schulen verlangt, welche allerdings sämtliche Einsparungen von Privatisierungen wieder zunichtemachen würden.

Lehre privatisieren, Leistungsüberprüfungen staatlich durchführen

Es bietet sich daher an den Bildungssektor nicht vollständig zu privatisieren, sondern Privatwirtschaft und Staat jeweils ihre Stärken nutzen zu lassen. Weiterlesen

9. April 2013

Mehr Wettbewerb für den Apothekenmarkt

Die Apothekentaxe

Zwischen den Apotheken herrscht bisher nur ein eingeschränkter Wettbewerb. Natürlich sollte Wettbewerb nicht nur als Selbstzweck eingeführt werden. Verbesserte Rahmenbedingungen für den Markt zwischen den Apotheken können jedoch das Gesundheitssystem um ungefähr 100 bis 400 Millionen Euro entlasten.

Dazu gibt es einen interessanten Reformvorschlag: Die “Apothekentaxe”. Weiterlesen

18. März 2013

Technik vs. Demografie

Theoretisch und statistisch wurde bereit im Artikel “Panikmache Demografie” die vermeintlichen Probleme einer Überalterung in Deutschland hinterfragt. An dieser Stelle möchte ich beispielhaft den technischen Fortschritt im Bereich Landwirtschaft und Logistik vorstellen. Natürlich ersetzen Computer auch sehr viele Bürokräfte. Landwirtschaft und Logistik zeigen aber besonders anschaulich, dass es egal ist wie das Zahlenverhältnis zwischen den jungen und den älteren Menschen in einer Gesellschaft ist. Die Produktivität ist entscheidend.

Zunächst zur Landwirtschaft:

http://www.youtube.com/watch?v=vT2K2w_iF5k

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15. Februar 2013

Eine Steuer auf Emissionen für einen effektiven Umweltschutz

Umweltschutz und Kapitalismus werden häufig als gegensätzlich angesehen. Auf der einen Seite steht das Umweltbewusstsein und auf der anderen Seite eine Ressourcen verschlingende Gier nach Wachstum und Besitz. Weniger ideologisch betrachtet kann der Kapitalismus die Ressourcen am besten sparen. Es müssen nur die richtigen Rahmenbedingungen gesetzt werden.

Automatisch löst der Kapitalismus das Problem nicht, weil der Staat/ die Bevölkerung erst bestimmen muss für wie schädlich sie Umweltbelastungen halten. Die Marktteilnehmer können den Ausstoß von CO2 nicht in ihre Kostenrechnung einbeziehen, wenn dem Umweltschutz kein Wert zugeordnet wird. Weiterlesen