15. Februar 2013

Eine Steuer auf Emissionen für einen effektiven Umweltschutz

Umweltschutz und Kapitalismus werden häufig als gegensätzlich angesehen. Auf der einen Seite steht das Umweltbewusstsein und auf der anderen Seite eine Ressourcen verschlingende Gier nach Wachstum und Besitz. Weniger ideologisch betrachtet kann der Kapitalismus die Ressourcen am besten sparen. Es müssen nur die richtigen Rahmenbedingungen gesetzt werden.

Automatisch löst der Kapitalismus das Problem nicht, weil der Staat/ die Bevölkerung erst bestimmen muss für wie schädlich sie Umweltbelastungen halten. Die Marktteilnehmer können den Ausstoß von CO2 nicht in ihre Kostenrechnung einbeziehen, wenn dem Umweltschutz kein Wert zugeordnet wird. Weiterlesen

12. Mai 2012

Mehr Kapitalismus für mehr Umweltschutz

Auf tagesschau.de gab es einen interessanten Artikel über nachhaltiges Futter für die Tierzucht. Zwei Unternehmer aus Südafrika sind auf die schlaue Idee gekommen, das rasante Wachstum von Hausfliegen zu nutzen und aus ihnen Tierfutter herzustellen.

Das Beispiel zeigt sehr gut, wie die Innovation von Unternehmern die besten Lösungen für den Umweltschutz finden. Der Kapitalismus ist nicht der Feind der Umwelt und der Umweltschutz der Feind der Wirtschaft. Das Ausmaß der Umweltzerstörung wird allein von der Politik bestimmt. Sie setzt die Rahmenbedingungen und legt die Ziele fest. Die Möglichkeiten sind zahlreich: Emissionshandel, Fangquoten, spezielle Besteuerung, längere Garantiezeit für Produkte usw.

Die Globalisierung und die Idee des Kapitalismus zu beschuldigen, führt somit nicht weiter. Genauso wenig bringt reine Symbolpolitik. Das Verbot von Plastiktüten entlastet vielleicht das ökologische Gewissen, hilft der Umwelt jedoch nur sehr begrenzt. Stattdessen braucht es einen klaren, umweltfreundlichen Handlungsrahmen für Unternehmer. Aus Interesse am Profit werden zahlreiche Marktakteure die besten Lösungen für die Ziele suchen.  Dafür braucht es allerdings Mut, denn Veränderungen bedeuten Verlagerungen von Arbeitsplätzen zu innovativen Firmen. Klassische Politiker mit ihren aktionistischen Eingriffen in den Markt, welche sie als ‘Arbeitsplatzsicherungen’ bezeichnen, werden das leider verhindern wollen.

23. April 2012

Die Energiewende marktwirtschaftlich umsetzen (Teil 2)

Die Sendung “Unter den Linden” von Phoenix hat sich mit der Energiewende beschäftigt. Zu Gast waren Bärbel Höhn (Bündnis 90/Die Grünen, Stellv. Fraktionsvorsitzende) und Prof. Michael Hüther (Direktor Institut der deutschen Wirtschaft).

Die bisherige Energiepolitik wurde vom Moderator Christoph Minhoff und Prof Hüther produktiv hinterfragt. Die wichtigsten sozialliberalen Gedanken waren: Weiterlesen

24. Januar 2012

Die Energiewende marktwirtschaftlich umsetzen

Hubertus Bardt (Institut der deutschen Wirtschaft) fordert in der F.A.Z. “Rettet den Strommarkt!”. In dem Artikel wird die Sorge vorgetragen, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien ineffizient verläuft. Durch eine falsche Subventionspolitik richtet sich die Erzeugung von sauberem Strom nicht nach dem Bedarf. Die bisherige Gesetzeslage legt fest, dass Strom aus erneuerbaren Energien immer gekauft werden muss, auch wenn scheinbar überhaupt keine Absatzmöglichkeit besteht. Es entstehen somit “Butterberge” in der Stromwirtschaft. Allerdings kann Strom bisher fast gar nicht gelagert werden. Die Kosten für diese Stromverschwendung müssen die Verbraucher zahlen. Weiterlesen

16. Dezember 2011

Innovativer Mittelstand sichert die Wettbewerbsfähigkeit

Alte Strukturen hinterfragen und neue Konzepte entwickeln, dass ist die Idee hinter einem Verbund von Mittelständlern, welche ein serienreifes Elektroauto erstellen.

“Das Denken der Konzerne sei zu eingefahren, um in einem Netzwerk gleichberechtigter Partner die besten Lösungen für ein preiswertes Elektroauto zu finden. Ziel sei es, das technisch Machbare und die Wirtschaftlichkeit zusammenzubringen.” (faz.net)

Dieses Projekt sichert auch in Zukunft die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Eingefahrene Strukturen und Vorstellungen bekommen nun Konkurrenz. Möglichst einfach und kostengünstig soll etwas Alltagstaugliches entwickelt werden. Das Projekt ist auf langfristigen Profit ausgelegt und schafft mit seinem Baukastenprinzip interessante Zukunftsperspektiven. Genau diese individualisierte, durchdachte Qualität ist die Stärke der deutschen Wirtschaft.

Das Projekt erinnert ein wenig an Open Hardware. Bei diesem Konzept werden von einer Gemeinschaft (in diesem Fall ist sie relativ abgeschottet, weil Grundlagenarbeit geleistet wird) Baupläne entworfen. Es lassen sich so haltbare und individuelle Produkte konstruieren. Diese könne auch leichter repariert werden. Der Ansatz ist nachhaltig und fördert den zuliefernden Mittelstand. Außerdem entsteht durch die neue Konkurrenz wieder ein Anreiz in der Massenproduktion haltbare und kreative Produkte herzustellen.

Bei solchen Innovationsprozessen sollte nie die Bedeutung der Sozialpolitik vergessen werden. Sie schafft die Flexibilität für Wandelungen in der Wirtschaft. Innovation und Konkurrenz führen leicht dazu, dass Menschen arbeitslos werden. Durch Effizienzsteigerung kann es leicht passieren, dass sich dafür an anderer Stelle keine neuen Arbeitsplätze bilden. Wenn Leute wegen neoliberaler Sozialpolitik panische Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes haben und die Politiker zum Arbeitsplatzsichern bei großen Autobauern losgeschickt werden, ist es vorbei mit einer nachhaltigen, zukunftssicheren Perspektive für den Mittelstand. Stattdessen gibt es wieder marktfremde neoliberale Planwirtschaft. Nicht wettbewerbsfähige Unternehmen werden auf Kosten der anderen am Leben gehalten. Sozialpolitik sorgt dafür, dass Innovateure als solche gewürdigt und nicht als Arbeitsplatzvernichter gehasst werden.

(Das habe ich schon mal ausführlicher beschrieben: “Der Wert von Arbeit bzw. warum man das Grundeinkommen einführen sollte”)