Prof. Hans-Werner Sinn hat Im Dialog bei Phoenix eine Bilanz der Rettungspolitik gezogen. Er hat auf die großen sozialen und wirtschaftlichen Probleme hingewiesen und gefragt, was man den Griechen noch alles zumuten will. Das Land wird kaputtgespart. Ohne eigene Währung bleibt Griechenland nicht wettbewerbsfähig. Die einzigen Profiteure der Politik sind Spekulanten, weil deren private Verluste verstaatlicht werden. Eine eigene Währung würde die griechische Wirtschaft stärken. Durch die Wechselkurse wäre sie wieder wettbewerbsfähig. Es gäbe wieder Investitionsanreize. Zahlreiche Menschen würden wieder mit ihrer Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen können.
Die Übernahme der Schulden anderer Länder sichert ebenfalls nicht die Einheit und den Frieden. Die Geschichte hat gezeigt, dass Schulden zwischen Staaten zu Spannungen und Kriegen führen. Weil Staaten souverän sind, gibt es keine Instanz, welche das Geld eintreiben könnte. (Davor hat schon Immanuel Kant in seiner Schrift “Zum ewigen Frieden” gewarnt.)