3. Juli 2012

Erklärung der Internetfreiheit

Wichtige US-Organisationen haben gemeinsam ein Positionspapier gegen den derzeitigen Trend, Privatssphäre, Meinungsfreiheit, Offenheit und Innovation abzubauen, veröffentlicht. EFF, Free Press, Amnesty International, Mozilla, Reddit und der Digitale Gesellschaft e.V. haben bereits unterzeichnet.

Die Thesen sind für sozialliberale Politik ein guter Richtungsweiser:

Erklärung der Internetfreiheit

Wir stehen für ein freies und offenes Internet.

Wir unterstützen transparente und partizipative Prozesse in der Gestaltung von Netzpolitik und die Etablierung von fünf grundlegenen Prinzipien:

Meinungsfreiheit: Zensiert das Internet nicht.

Zugang: Fördert den universellen Zugang zu schnellen und bezahlbaren Netzwerken.

Offenheit: Erhaltet das Internet als offenes Netzwerk, wo alle Menschen frei sind sich zu vernetzen, zu kommunizieren, zu schreiben, zu lesen, zu betrachten, zu sprechen, zuzuhören, zu lernen sowie schöpferisch und innovativ tätig zu sein.

Innovation: Beschützt die Freiheit ohne Erlaubnis innovativ und schöpferisch tätig zu sein. Neue Technologien dürfen nicht blockiert und Innovatoren nicht für die Handlungen ihrer Nutzer bestraft werden.

Privatsphäre: Beschützt die Privatsphäre und verteidigt das Recht jedes Einzelnen, über die Nutzung seiner Daten und Geräte zu bestimmen.”

 

31. Mai 2012

Freier Zugang zu wissenschaftlichen Forschungsergebnissen

Die Harvard-Universität hat ihre Wissenschaftler gebeten, frei zugänglich zu publizieren. Diese nicht gerade links-revolutionäre Einrichtung schließt sich damit anderen Universitäten und Wissenschaftlern an. Trotz knapper Mittel müssen die Universitäten derzeit dafür zahlen, kostenfrei erstellte Texte ihrer Forscher zu bekommen, weil sie in teuren wissenschaftlichen Zeitschriften erscheinen. Das ist auch der Fall, wenn überhaupt keine Zeitung benötigt wird, sondern auch ein digitaler Zugriff ausreichen würde. Besonders ärgerlich ist es, weil häufig auch die redaktionellen Aufgaben von ehrenamtlich arbeitenden Wissenschaftlern übernommen werden.

Außerdem ist es sinnlos, wenn die Arbeit von öffentlich bezahlten Wissenschaftlern hinter Paywalls versteckt wird. Die Erkenntnisse verbreiten sich dadurch viel langsamer. Der Arbeitsprozess von Wissenschaftlern könnte effektiver werden. Die Plagiatssuche würde sich ebenfalls extrem vereinfachen. Suchalgorithmen mit Zugriff auf alle wissenschaftlichen Publikationen könnten Betrüger entlarven und so die Glaubwürdigkeit der richtigen Wissenschaftler steigern.

Das Thema bietet natürlich wieder eine reichhaltige Basis für ideologische Grabenkämpfe über das Urheberrecht. Deswegen sollte die Nutzung neuer Publikationskanäle komplett freiwillig erfolgen. Der Staat braucht nur die benötigte OpenSource-Software (weiter-)entwickeln zu lassen.

Update 25.09.2012: Auf Netzpolitik.org gibt es eine ausführliche Anleitung, wie man Schritt für Schritt eine Reform durchführen könnte.

Update 23.10.2012: Auf Netzpolitik.org wird die Problematik noch einmal komapkt erklärt.

3. Februar 2012

Ein modernes und marktwirtschaftliches Urheberrecht

In der FAZ ist ein sehr guter Artikel von Harald Staun erschienen. Das komplexe Thema des Urheberrechts wird gut aufbereitet. Lesen lohnt sich. (Es wird kein Vorwissen benötigt.) Der Kern ist, dass man sich dringend vom Bild des geistigen Eigentums trennen muss. Diese Vorstellung ist schlichtweg falsch und irreführend.(Natürlich soll es weiter ein Urheberrecht geben. Dabei sollen selbstverständlich Kreative nach marktwirtschaftlichen Systemen entlohnt werden.)

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27. August 2011

Apple vs. Samsung

Zur Zeit gibt es juristische Streitereien, weil manche Produkte von Samsung angeblich zu große Ähnlichkeit zu denen von Apple aufweisen. Egal wie es ausgeht, die Verbraucher und der Markt leiden unter den juristischen Feldzügen der Großunternehmen. Oft wird leider der Konkurrenzkampf nur noch im Gerichtssaal und nicht mehr im freien Wettbewerb ausgetragen. Statt in Forschung wird in Gerichtskosten investiert. Weiterlesen